Über mich

Ich könnte behaupten, dass es über mich nichts zu wissen gibt. Oder nichts, was wichtig wäre. Aber mittlerweile bin ich zu alt, um es nicht besser zu wissen. Es gibt eine Menge, die andere Menschen an meiner Person interessiert. Aber ich frage mich dennoch: Wieso eigentlich?

Lassen wir mal die Frage so stehen. Eine Antwort gibt es darauf nicht. Eher viele. Die meisten haben eine Quelle und die nennt man Neugier. Ich akzeptiere die Challenge.

Also über mich.

Es gibt da wirklich nichts zu sagen. …

Bevor jetzt der Protest hochkocht, ich tippe ja schon. Immer langsam und gelassen. Der Tag hat 24 Stunden und ich kann schon ein paar Anschläge pro Minute aufs Papier bringen (aufs virtuelle Papier). Ach ja, da im Internet lange Texte verpönt sind, wird das hier ein langer Text.

Ich arbeite an einem ganz normalen Arbeitsplatz (mit Bildschirm, Tastatur drangebamstelt an einen Hochleistungsrechner, da ich damit auch Cover und dergleichen fertig mache und meine Geduld minimal ist) mit maximal möglichem Chaos darauf. Wenn etwas vom Schreibtisch runterfällt, dann war es zu viel Chaos. Auf diese Weise schreibe ich seit 2001 – genauer seit Dezember 2001. Meine erste richtige Geschichte hieß „Schatten der Vergangenheit“ und meine zweite „Shkarr“. Letztere kam etwa anderthalb Jahre nach ihrer Veröffentlichung als Buch beim deadsoft-Verlag heraus und wenn ich der kleinen Exceltabelle und der persönlichen Ansprache auf der Leipziger Buchmesse glauben darf, dann entwickelt sich der Kater zu einem kleinen Star mit seinem eigenen Fankreis. Naja, was will man erwarten? Es ist ein Kater! Ich sage nur Katzencontent. Ich glaube, jetzt ist er beleidigt. Nur mal kurz erwähnt, weil ich deswegen schon gefragt wurde: Er ist kein Wandler. Shkarr ist, was er ist.

Ich brauchte übrigens gut 15 Jahre, um zu erkennen, was genau mein Thema ist, was ich schreibe. Mir allzu viele Gedanken habe ich darüber nie gemacht. Bis ich mir überlegte, dass es vielleicht helfen könnte. So bei der Sortierung und so und wenn ich gefragt werde. Mein Thema ist kurz und bündig der/ die „Außenseiter“. Die Abweichler. Die seltsamen Figuren. Die gebrochenen und vom Leben gebeutelten Menschen, Nicht-Menschen, Außerirdischen und was weiß ich. Dabei lote ich meine Grenzen aus, aber auch die meiner Leser.

Das Genre selbst ist für mich eher zweitrangig. Dieses ist nur wichtig, um es in ein Bücherregal mit Genreeinteilung einzusortieren. Schlecht, wenn ich mit einem großen Pinsel durch alle Farben gehe und die Genre sich so leicht nicht wiederfinden lassen. Ach ja, Shkarr ist übrigens eine Dystopie. Zum Zeitpunkt des Entstehens gab es dieses Genre noch gar nicht. Passiert! Kann man nichts machen.

Oh, ich lenke ab. Kann ich übrigens gut.

Zu mir!

Ähm … ich bin meistens weiblich, menschlich. Das kann sich aber auch ändern. Vor allen Dingen dann, wenn man mich ärgert. Dann bin ich irgendwas aus der Hölle.

Ich bin eine Beobachterin und studiere Menschen. Das ist mein Job und meine Berufung. Ich kann das recht gut. Ich studiere aber in diesem Ausmaß mitunter auch Tiere, wobei ich eher der urbane Menschentypus bin und damit Tiere nur im urbanen Umfeld näher beobachten kann. Das heißt nicht, dass ich mit Wald nichts anfangen kann. Doch ich mag die Infrastruktur einer Stadt einfach lieber.

Ich bin nicht religiös (für mich institutionell organisierter Glaube), aber keinesfalls eine Atheistin. Gleichzeitig kralle ich mir alles, was es an geschriebenen religiösen Texten gibt, sofern eine deutsche Übersetzung verfügbar ist. Ich mag die Auswüchse menschlicher Phantasien – und ich weiß, dafür wird man gesteinigt, auf dem Scheiterhaufen verbrannt, gehasst und dutzendfach getötet. Aber man kommt dafür nicht in die Hölle, so sehr sich das sehr viele Menschen auch innigst wünschen.

Ich bin von dem Prinzip der unendlichen Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination (UMUK) infiziert worden, und dass schon vor langer Zeit.

Da hat Absolutismus, Allmachtsanspruch, Herrschaftsdenken keinen Platz. Das ist die Intoleranz, die ich mir erlaube. Man könnte ja nun glauben, dass die obigen Gottkomplexe mit dem UMUK-Prinzip kompatibel wären. Sind sie aber nicht, denn diese Dinge sind dem Grunde nach Monokulturen und sie dulden keine Vielfalt neben sich. Es gibt auch bei Toleranz eine Grenze.

Wenn jemand noch etwas mehr von mir wissen will, kann er/ sie/ es mich fragen. Wenn ich eine Antwort weiß und sie sagen mag, dann beantworte ich sie gern.

Ach ja, bevor ich es vergesse: In Sachen Religion, Moral, Essen, Sexualität und Umweltschutz unterhalte ich mich mit jemanden nur dann, wenn er/ sie/ es mir in die Hand verspricht, danach mit mir freundschaftlich Kaffee trinken zu gehen/ gehen zu können, ohne dass er/ sie/ es überlegt, wie ich am Besten um die Ecke zu bringen wäre.

Ich kann eines mit Fug und Recht versprechen: Wir werden uns aller Wahrscheinlichkeit nur auf einen einzigen Punkt bei unserem „Austausch“ einigen können: Wir sind uns nicht einig. Und das ist alles, was bleibt. Ich bin deswegen niemandem böse (nicht mal mir selbst), da ich nicht erwarte, dass meine Meinung geteilt wird. Soviel Gelassenheit erwarte ich aber dann auch von meinem Gegenüber. Vielfalt lebt vom Austausch und sie erhält auch ohne Deckungsgleichheit Input.

Was will man mehr?

Das Leben ist spannend, wenn man es zu sehen und zu erkennen vermag.

Wenn du dazu nickst, dann verstehst du mich und ich wünsche dir alles Gute auf dieser und allen anderen Reisen. Wenn nicht, dann könnte dir vielleicht noch eine spannende Reise bevorstehen.

 

Liebe Grüße

Dana (die auch Seya genannt wird)

Mitgliedschaften

Mitglied in der Schreibnacht und dort seit zwei Jahren in der Gilde der Bücherhelden unter der tapferen Führung von Juliana Fabula (ab 2018 werden die Gilden nicht mehr geführt – aber im Herzen bleibe ich ein Bücherheld).

Schwester im Netzwerk der Nornen. Den mysteriösen Spinnerinnen und Weberinnen der Schicksalskunst. (Webseite und weiteres folgt)

Zu finden bei/ auf

Warum Seya?

Das ist der Nick, den ich von Anfang an im Internet genutzt habe. Noch bevor ich angefangen habe zu schreiben. Wie dieser Tage jemand festgestellt hat, es gibt derzeit Nicks, die so alt sind, wie das Internet selbst. Sie werden seitdem von ein- und derselben Person genutzt und haben ihre eigene Internetgeschichte, sind aber nicht deshalb weniger real. Sie gehören zu den Menschen, die sie führen und beinhalten eine ergänzende Biographie, die mitunter den Menschen in der „realen“ Welt nicht bekannt ist. Da ich jedoch im realen Leben auch auf Seya höre, ist und bleibt dieser auch mein Name – auch wenn ich jetzt Dana Brandt unter Geschichten schreibe. Wenn also jemand mich noch unter dem Namen Seya kennt, keine Sorge, ich bin es und keine andere.

Credit

Bilder von depositphotos (grandfailure)